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Learnings…

  • 9. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Dune du Pilat | Wind: 35kmh N/W | Zeit: 21 Uhr | Schirm: Moustache 2 (18)


Es war 21 Uhr an der Dune du Pilat. Die Abendstimmung war traumhaft. Die Windbedingungen waren aufgrund des immer stärker werdenden Nordwinds zwar nicht mehr optimal, aber dennoch fliegbar. An den Tagen zuvor herrschten gegen Abend sehr ähnliche Bedingungen.

Nach einer kurzen Pause machte ich mich wieder auf den Weg vom Campingplatz zum Startplatz. Ich beobachtete noch kurz die anderen Parakite-Piloten und sah, dass sie noch flogen. Deshalb entschloss auch ich mich zu starten.

Gleich nach dem Start auf dem Weg zum etwas höher gelegenen Hang soff ich jedoch gegen den Wind sofort ab. Anstatt eine Landung parallel zum Hang gegen den Wind einzuleiten, entschied ich mich fatalerweise, noch eine Kurve zu fliegen.


Das war mein Fehler.


Nach dieser Kurve hatte ich starken Rückenwind. Die Höhe reichte nicht mehr aus, um nochmals sicher einzudrehen oder die Flugrichtung zu korrigieren. Mir blieb nur noch eine schnelle Rückenwindlandung parallel zum Hang im Sand.

Der Sand dämpfte den Aufprall zwar etwas, dennoch verletzte ich mich dabei und riss mir die Bänder im Fuss. Damit waren meine Flugferien schlagartig beendet.

Im Nachhinein ist die Situation klar: Ich hätte die Landung früher akzeptieren müssen. Der Versuch, den Flug mit einer zusätzlichen Kurve zu retten, kostete mich die letzten Meter Höhe und nahm mir jede Möglichkeit, die Situation noch zu entschärfen.

Zum Glück blieb es bei einer Bänderverletzung.

Der Vorfall erinnert mich daran, wie wichtig es ist, auch bei vermeintlich einfachen Flügen konsequent Sicherheitsreserven einzuhalten. Manchmal ist die beste Entscheidung, einen Flug bewusst früher zu beenden.

Ich hoffe, dass andere Piloten aus meinem Fehler etwas mitnehmen können. Nicht jeder Flug endet perfekt – entscheidend ist, daraus zu lernen und mit mehr Erfahrung und noch mehr Respekt vor den Bedingungen in die Luft zurückzukehren.


 
 
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