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Flugreisen Erfahrungen

​Dune du Pilat 2026

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Die Dune du Pilat gilt als das Gleitschirm-Mekka schlechthin, wenn es um schier endloses Soaren bei laminarem Wind geht. Viel Verkehr und total überfüllt – so sagte man es mir oft. Also galt es, dies im April selbst herauszufinden, und ich buchte gleich drei Wochen auf dem Campingplatz Petit Nice, welcher direkt an der Düne liegt und über einen eigenen Startplatz verfügt.

Die gut 12-stündige Fahrzeit mit dem Auto ging schnell vorüber und nach dem herzlichen Empfang durfte ich mein Bungalow beziehen. Die nette Frau an der Rezeption machte mir sogar ein kostenloses Upgrade – zurzeit sei wenig los auf dem Campingplatz, meinte sie. Das Bungalow war gerade mal 50 Meter vom Startplatz entfernt – megaaa… Schnell alles reingeschmissen und ab die Post.

Am Startplatz angekommen, bestätigten sich die Prognosen von Burnair: idealer Westwind mit ca. 20 km/h.

Zum ersten Mal den 24er CrossAlps X von Skyman (Danke an Aerocenter.ch) ausgelegt und schon hob ich ab. Grinsen pur – endlich Dune du Pilat. Vom Startplatz Petit Nice flog ich gleich nach rechts Richtung grosse Düne, oder auch „Sandkasten“ genannt.

Die Vortrittsregeln wurden super eingehalten, man nimmt Rücksicht und die Stimmung ist toll. Für mich war es das erste Mal mit dem Gleitschirm an der Küste und es ist wirklich so, wie man hört: Der Wind ist laminar wie ein Föhn, es lässt sich super gezielt fliegen und man kann sich voll auf den Aufwind verlassen.

Einige Stunden später nahm der Wind immer mehr zu. Knapp 30 km/h zeigte die Live-Messstation von Burnair an. Zeit also für den Moustache – und was soll ich sagen: Hier ist er zu Hause…

Es ist schier unbeschreiblich, wie geil es ist, einen Parakite an der Dune zu fliegen. Ich soar­te stundenlang bis zum Sonnenuntergang und gegen Abend zog der Wind nochmals deutlich an – ca. 35 km/h aus Westen. Nun also ideale Bedingungen mit dem 18er bei 90 kg.

Die Gleitschirme wichen langsam den Parakites und davon hat es an der Dune du Pilat echt viele – in allen Marken. Sobald die Sonne untergeht, lässt auch der Wind nach und so gab es noch ein Shooting am Strand:


 

Und so ging es Tag für Tag weiter – meist war der Wind ab Mittag stark genug. Auch das Wetterglück war oft auf meiner Seite und es gab sehr viele Flugtage. Auf dem Campingplatz waren gefühlt 70 % Gleitschirmflieger, sodass man schnell ins Gespräch kam und Erfahrungen austauschen konnte. Der grösste Luxus war die Nähe vom Campingplatz zum Startplatz. Wenn man eine Pause brauchte: schnell toplanden, 50 Meter laufen, trinken, essen – was auch immer – und weiter geht’s.

 

Ich flog die meiste Zeit an der steilen Küste neben dem grossen Sandkasten. Der Sandkasten macht ebenfalls Spass, jedoch braucht man dort einen 40er mit dem 18er Moustache, damit es richtig Laune macht. Ich versuchte es einige Male bei ca. 35 km/h Wind, aber richtig halten konnte ich mich nicht, da das Gelände zu flach war.

 

Um einige Dinge auszuprobieren, ist der Sandkasten jedoch perfekt, denn er ist frei von Steinen oder sonstigen Hindernissen.

 Wie ihr raushört: Ich nahm eigentlich immer den Parakite, sofern es die Bedingungen zuliessen, denn es machte einfach deutlich mehr Spass. Es ist vielseitiger, spielerischer und genau für solche Orte gedacht – das ist sein Revier.

 

Die Leute von Dune Rider waren ebenfalls vor Ort und ich durfte den 19er Hopper testen. Nach meinem Empfinden steht er dem Moustache in nichts nach. Die grössere Streckung machte sich deutlich bemerkbar – meiner Meinung nach gleitet er sogar etwas besser.

 

Und so vergingen die Tage sprichwörtlich wie im Flug. Langweilig wurde es mir nie. Ich konnte einfach nicht genug bekommen, obwohl es schon anstrengend sein kann, gefühlt von Mittag bis Sonnenuntergang durchzufliegen.

 Der Wind kam oft auch aus Nordost. Morgens meist etwas aus Südost – zumindest war das bei mir im April häufig der Fall. So hatte man auf einer Seite meist etwas Rückenwind, welcher oft noch stärker wurde, da der Wind gegen Abend immer mehr nach Norden drehte.

 Es war aber trotzdem immer gut fliegbar, auch wenn man auf die eine Seite mit einem 60er und mehr flog und auf die andere Seite mit ganz Hands-up gefühlt nur noch mit 10 km/h unterwegs war. Ehrlich gesagt machte genau das extrem Spass…


 

Definitiv sind drei Wochen völlig ausreichend. Ich denke, dass für die Mehrheit ein bis zwei Wochen ideal sind. Sofern man auch Parakite fliegt, ist natürlich deutlich mehr Abwechslung geboten. Wie gesagt – mir wurde es nie langweilig.

 Auch an nicht fliegbaren Tagen lässt sich immer etwas unternehmen. Die Gegend ist wirklich schön, auch wenn noch deutliche Spuren der Waldbrände von vor einigen Jahren sichtbar sind. Ich würde jederzeit wieder mit dem Auto anreisen, um vom Campingplatz aus mobil zu sein. Achtung: In Frankreich gibt es mittlerweile Mautabschnitte, bei denen nur noch elektronisch das Kennzeichen erfasst wird und die Gebühren automatisch registriert werden. Dafür registriert man sich am besten bei  ALIAE. Dort können die fälligen Mautgebühren bis zu 72 Stunden nach der Kennzeichenerfassung bezahlt werden.

 

Waschmaschinen gab es auf dem Campingplatz meines Wissens keine. Allerdings befinden sich genügend Waschsalons im etwa zehn Fahrminuten entfernten La Teste-de-Buch. Die Bungalows waren absolut neuwertig und das Personal sehr freundlich.

 

Alles in allem eine rundum gelungene Flugreise mit absolutem Suchtpotenzial…

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